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Bayer AG

Bayer Singapur

Der weltweit mit über 140.000 Mitarbeitern in ca. 80 Ländern agierende Konzern Bayer AG setzt momentan noch in fast allen kleineren und mittleren Tochtergesellschaften das System IBM AS/400 mit Standardsoftwarepaketen für das Finanz- und Rechnungswesen und für Produktion, Lagerwirtschaft und Auftragsabwicklung ein. Beide Standardpakete werden in Leverkusen betreut und weltweit unterstützt. Um den wachsenden Berichtsanforderungen der Anwender gerecht zu werden, wurde im März 1997 Frau Carmen M. Möller von der CM. nach Leverkusen eingeladen, um Möglichkeiten und Vorteile aus dem Einsatz des AS/400 Datawarehouse Tools SAMAC MIT/400 darzustellen.

Noch bevor er Mitte 1997 nach Singapur ging, erteilte Herr Cremers den Auftrag für das Prototyping eines Sales-Informations-Systems. Der Prototyp, nach einer kurzen Besprechung innerhalb weniger Tage fertiggestellt, erfüllte bereits die gestellten Anforderungen.

Im März 1998 installierte ein Berater von SAMAC das Produkt vor Ort in Singapur. Es wurde ein Datenmarkt erstellt, der die Verkaufsinformationen für insgesamt vier Firmen mit 16 Geschäftsbereichen und sehr unterschiedlichen Produktstrukturen abbildet.

Bei der Installation wurde in zwei Phasen vorgegangen. Im ersten Schritt wurde aus den Anwendungssystemen BayMAP und MAPICS ein bereinigter Datenpool bereitgestellt. In diesem Datenpool wurden die Geschäftsregeln der einzelnen Geschäftsbereiche berücksichtigt die sich in den Anwendungsdatenbanken finden. Im zweiten Schritt wurde dann diese bereinigte Datenbasis in die eigentliche Datenbank MIT/400 übergeleitet.

Diese Vorgehensweise hat den großen Vorteil, dass ohne spezielle Kenntnis des Werkzeugs MIT/400 die im täglichen Betrieb oft vorkommenden "kleinen Anpassungen" vor Ort gelost werden können. Das MIT Interface "erbt" danach die vorgenommenen Änderungen automatisch. Anpassungen im MIT/400 Datenmodell selbst sind in der Regel nicht erforderlich. Das ansonsten sehr komplexe Gesamtproblem "Datawarehouse" wird so in überschaubare Teilprozesse gegliedert. Hierdurch bleibt der Weg der Daten immer nachvollziehbar. Diese Wartungsfreundlichkeit hat sich im laufenden Betrieb des Systems bis heute bereits mehrfach bewährt.

Nach 10 Tagen war die Mission beendet, die weitere, kaum notwendige Unterstützung erfolgte per Email und Telefon. Mit Hilfe des neu erworbenen Wissens wurden anschließend selbständig von den Bayer Mitarbeitern weitere Datenmärkte für Lagerbestände, Kontokorrentinformationen und Kostenrechnung aufgebaut, die nun ein umfassendes Bild über das Unternehmen liefern.

Hamburg 2000

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